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Hauptwache

Die Hauptwache wurde 1730 als Polizeiwache und Gefängnis nach den Plänen des Stadtbaumeisters Johann Jakob Samhaimer (Samhammer) errichtet. Hier saß auch der "Schinderhannes" (Johannes Bückler) ein. Der Schinderhannes war ein Serienmörder und Räuber der mit seinen Kumpanen den Taunus unsicher machte. Er wurde zum Prozess nach Mainz gebracht und dort mit 19 Kumpanen enthauptet. Auf das Konto der Räuberbande gingen über 200 Straftaten. An der Hauptwache befand sich damals ein Galgen, das Schafott, ein Pranger, ein Schandesel und ein Trillerhäuschen (Holzkäfig zum drehen). Auf den Schafott wurde 1772 Susanna Margaretha Brandt hingerichtet. Die Geschichte der Magd die ihr Kind ermordete diente Goethe als Vorlage zu Gretchen in seinem Werk "Faust". Mit der "Gretchenfrage" wurde sie unsterblich. 1833 wurde die Hauptwache im Zuge der deutschen Revolution gestürmt. 1866 wurde Frankfurt von Preußen annektiert. Die Hauptwache verlor dadurch ihren Zweck. Seit 1904 dient sie als Caféhaus. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Hauptwache zerstört, aber kurz darauf wieder hergestellt. In den 1970er Jahren wurde sie für den Bau der S-Bahn abgetragen und neu aufgebaut. Heute ist die Hauptwache der Mittelpunkt Frankfurts und ein beliebter Treffpunkt.

 

An der Hauptwache

U-S-Bahn: Hauptwache

Hauptwache Frankfurt

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