Kurhaus Wiesbaden

Wiesbaden liegt rund 30 Kilometer westlich von Frankfurt. Die hessische Landeshauptstadt hat rund 300.000 Einwohner.

 

Die heißen Quellen von Wiesbaden wurden schon von den Römern für ihre Thermen genutzt. Nach den Römern waren die warmen Quellen auch bei den Germanen beliebt. Die Stadt entwickelte sich zu einer bedeutenden Kurstadt. 1810 wurde das Alte Kurhaus errichtet, welches für das heutige Kurhaus abgerissen wurde. Das neue Kurhaus wurde 1907 vom Architekt Friedrich von Thiersch errichtet. Es ist die bekannteste Sehenswürdigkeit von Wiesbaden. Der prunkvolle Innenraum wurde 1987 wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt, nachdem das Gebäude im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt wurde. Im Kurhaus befindet sich auch die Spielbank von Wiesbaden. 

 

Das Kurhaus steht im Kurpark, der die Innenstadt im Osten begrenzt. Neben dem Kurhaus steht das Hessische Staatstheater Wiesbaden.

 

Marktkirche Wiesbaden

Die Marktkirche ist das bedeutendste Gotteshaus von Wiesbaden. Sie wurde 1862 als protestantische Hauptkirche errichtet. Die neugotische Backsteinkirche wurde vom Wiesbadener Oberbaurat Carl Boos entworfen. Mit 98 Metern ist die Marktkirche bis heute das höchste Bauwerk der Stadt. Der rötlich Backstein ist untypisch für Hessen, das Vorbild für die Marktkirche war die Friedrichswerdersche Kirche in Berlin von Friedrich Schinkel, die jedoch nicht über derart filigrane Türme verfügt. Carl Boos hat hier den berühmten Baumeister aus Preußen übertroffen. Das Kirchenschiff ist 50 m lang und 28 m hoch. Die Wiesbadener Marktkirche ist eine der elegantesten Kirchen in Deutschland. 

 

Nerobergbahn

Die Nerobergbahn bringt die Besucher auf den Hausberg von Wiesbaden, den 245 m hohen Neroberg. Die historische Bergbahn wurde 1888 eröffnet. Im Jahr 2000 wurde in der Talstation ein kleines Technikmuseum der Wasserballast-Bahn eröffnet. Die Strecke der Nerobergbahn ist rund 440 m lang und überwindet dabei einen Höhenunterschied von 83 Metern.

 

Betriebszeiten:

30.März bis 1. November etwa alle 15 Minuten

Fahrpreise:

Hoch und Runter 

Erwachsene 5,00 €

Ermäßigt 3,00 €

(Stand 3.2019)

 

Russisch-Orthodoxe Kirche Wiesbaden

Die goldenen Zwiebeltürme der russisch-orthodoxen Kirche Wiesbaden strahlen durch die Bäume am Neroberg. Die Entstehungsgeschichte der Kirche ist jedoch sehr traurig. Die Kirche wurde für die russische Prinzessin Elisabeth Michailowna Romanowa errichtet, die mit 18 Jahren bei der Geburt ihrer Tochter verstarb. Auch die Tochter überlebte nicht und so blieb der untröstliche Vater Adolf von Nassau alleine zurück. Er ließ diese Kirche in tiefer Trauer für seine Frau errichten. Das junge Paar hatte erst ein Jahr zuvor in Sankt Petersburg geheiratet. Die Grabeskirche wurde von Oberbaurat Philipp Hoffmann entworfen, der dafür extra nach Russland reiste, um die Architektur orthodoxer Kirchen zu studieren. In der Krypta steht der Sarkophag von Elisabeth. Die Russisch-Orthodoxe Kirche der heiligen Elisabeth wurde 1855 eröffnet.

 

Karte Wiesbaden

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